Vergangene Woche fand eine sehr berührende Spendenübergabe statt. Die ehemalige Patientin Nina Berse hatte im Januar ihr 10jähriges Jubiläum gefeiert – so lange liegt das Ende ihrer Therapie zum Glück bereits zurück. Damals hatte sie an  vielen Projekten der Kinderkrebshilfe Münster mit Freude teilgenommen, wie z.B. der Kunsttherapie, den Mutperlenketten oder einer Skifahrt.

Um etwas zurückzugeben, hatte sich einen besonderen Spendenlauf ausgedacht: Sie wollte 100km in 24h laufen. Die sportliche 26jährige, die schon  in USA und Australien auf Trekkingtour ging, wählte die Strecke von ihrem Heimatort Haltern am See bis zum UKM Gebäude und zurück. Das war der Weg, den sie vor 10 Jahren regelmäßig zu onkologischen Therapien im Auto  gefahren wurde.

Am 19.Januar 2024 lief Nina Berse dann tatsächlich die gesamte Strecke zu Fuß. Der schlimmste Moment wäre gewesen, sagte sie und lachte im Rückblick, als sie das erste Mal am Ortschild Münster vorbei kam. Denn da realisierte sie, dass sie noch bis zum UKM laufen musste und den ganzen Rückweg vor sich hatte. Der tollste Moment wäre ganz klar gewesen, als ihre Familie sie am UKM Gebäude empfangen hatte. Der kurioseste Moment war wohl, als sie nachts beim Laufen beinahe eingeschlafen wäre.

Ihr Vater unterstützte ihre Aktion nicht nur vom Begleitwagen aus. Zu seinem Renteneintritt im Januar wünschte er sich Spenden an die Deutsche Kinderkrebshilfe und an die Kinderkrebshilfe Münster.

So überreichten beide am vergangenen Montag 650 Euro im Büro in der Domagkstraße. Wir von der Kinderkrebshilfe Münster sind schwer beeindruckt von dieser Idee und der sportlichen Leistung. Sicher wird Nina Berses Geschichte den jetzigen Kindern und Jugendlichen auf der Station viel Mut machen.

Foto unten: Nina Berse und ihr Vater (Mitte) Anette Blomberg (links) Iris Schoell (rechts, beide Kinderkrebshilfe Münster)

Foto hochkant: Nina Berse während des Laufs