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Wie helfen wir?
Jahr für Jahr werden 110 - 130 Kinder und Jugendliche mit neu diagnostizierten Krebskrankheiten (Leukämien oder Tumoren) in die Universitäts-Kinderklinik Münster aufgenommen.
Sie kommen aus einem sehr großen Einzugsgebiet, sodass viele Familien während der langen Behandlungszeit ständig erhebliche Entfernungen zu überwinden haben - eine große Belastung, die viele Folgeprobleme verursacht. Zahlreiche weitere, teils noch wesentlich schlimmere Probleme brechen über die Patienten und ihre Familien herein.
Die Diagnose Krebs ruft bei allen Betroffenen einen schweren Schock hervor, der vor allem durch Angst und Ungewissheit über das bevorstehende Schicksal bedingt ist. Diese Angst bleibt ein ständiger Begleiter während der ganzen Therapie und auch noch lange danach. Noch vor wenigen Jahrzehnten verliefen diese Krankheiten fast immer tödlich. Inzwischen hat die Medizin große Fortschritte gemacht. Heute werden mehr als zwei Drittel der betroffenen Kinder und Jugendlichen endgültig geheilt. Die Heilung muss allerdings durch eine eingreifende und nebenwirkungsreiche Therapie errungen werden.
Die fast bei allen Patienten erforderliche intensive Chemotherapie ruft außer dem sichtbaren vorübergehenden Haarverlust ernstere und quälende Symptome hervor wie Übelkeit und Brechreiz, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, Beeinträchtigung der Immunabwehr und Anfälligkeit für Infektionen.
Eine Strahlentherapie führt häufig zu ähnlichen Erscheinungen. Eventuell notwendige Operationen können das äußere Erscheinungsbild verändern und die Bewegungsfreiheit beeinträchtigen. Bei einigen Kindern wird zusätzlich eine Knochenmarktransplantation erforderlich - ein Verfahren, das mit besonderen Strapazen und Risiken verbunden ist.